Diskutierbar

Guten Tag. Lassen Sie sich nicht stören, bleiben Sie sitzen. Ich darf Sie beglückwünschen. Sie dürfen sich vorbehaltlos freuen. Sie sind eine Reise angetreten, möchte sagen haben eine Raumfahrt gemacht. Was alles dahintersteckt, bis Sie da gelandet sind, wo Sie sind. All die Kleinigkeiten, das sind ja keine Zufälle. Sie können es Zufall nennen, wenn Ihnen das Spaß macht oder Sie keine Zeit haben, wer hat schon noch Zeit: Außerdem sind Gedanken, die einfach so herumbaumeln ausgesprochen ineffizient. Effizienz ist natürlich, ganz natürlich das Wichtigste; oder haben Sie Ihre Zeit gestohlen, ich hoffe doch nicht und wenn doch, dann wüßte ich gerne von wem? Nein, nein, nein, ich gehe davon aus, dass Sie Ihre Zeit verdienen. Sie sind gut bekannt mit dem König der erscheinenden Welt. Was, den kennen Sie nicht? Doch den kennen Sie, nur eben unter anderem Namen. Vielleicht heißt er Kaiser, der von den Hamburg-Mannheimern, oder Merkel von den Christfreien oder Jauch von den Wer-wird-Millionären oder Ackermann von den Finanzprodukten. Der König der erscheinenden Welt ist der, der gute Geschäfte macht, gutes Geld verdient, gute Verträge abschließt, sich gut versichert, verdammt gut argumentiert, gute Beweise liefert, gut seine Interessen vertritt, kurz gesagt, der König der erscheinenden Welt will das alles auftaucht, alles berechenbar wird, damit er es jagen kann. Er will das alles erscheint. Was nicht erscheint, darf nicht sein, sagt er. Und wenn es dann auftaucht, erscheint, dann bringt er es zur Strecke. Und dann wird er traurig, weil alles was er zur Strecke gebracht hat kann nicht mehr auftauchen. Aber die andere Seite ist immer da. Aber weil sie nicht berechenbar erscheint, erscheint sie in den Träumen und dann kann der König der erscheinenden Welt nicht gut schlafen, weil da immer was ist, an das er nicht rankommt, es kommt halt von der anderen Seite. Wozu brauchts überhaupt Schlaf? ist doch ungenutzte Zeit, und nicht zu erjagen, nix Mehrwert. Der König der erscheinenden Welt braucht Mehrwert, Wert reicht nicht; darfs etwas mehr sein? Aber, wenn das Mehr zu Viel wird und der Mehrwert zum Nimmersatt, geht das Gespür unter und sucht sich seltsame Wege, erweckt aus Ermanglung an gefühlten erdachte Bedürfnisse und will dann befriedigen was nicht befriedigt, weil die andere Seite nicht berechenbar ist. Und um seelig zu schlafen sollten wir der anderen Seite wieder ein wenig Beachtung zu schenken, Bedeutung hat sie sowieso, deshalb rufe ich ein neues Lebenziel aus: Lasst uns erstreben so wenig wie möglich Geld zu verdienen, denn das Geld regiert nicht, es rast und tyrannisiert!

Ich fordere ein bedingungsloses Maximaleinkommen!

denn der Fisch stinkt bekanntlich vom Kopf.

Werbeanzeigen

2 Gedanken zu “Diskutierbar”

  1. Waauuuw!
    Mein bedingungsloses Maximalkommentar….
    Sehr schöne Seite mit noch schöneren Inhalten!
    Liebe Grüße
    Henry

    • Hallo Henry
      Nach Jahren der digitalen Pause habe ich meine Seite mal wieder ein bißchen ergänzt und werde da jetzt auch regelmäßiger dran arbeiten, wozu habe ich sie sonst. Aber ich bin halt ein alter Antidigitalist.
      Liebe Grüße on um die Ecke
      Reimund

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s